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Einzelhandel bei der Eroberung der digitalen Welt unterstützen

Der Ratinger Einzelhandel soll beim Weg in die Online-Welt unterstützt werden, um die Chancen digitaler Angebote zu nutzen und sich in der Konkurrenz mit dem Online-Handel zu behaupten. Dieses Anliegen hat die FDP-Fraktion nun mit einem Antrag für einen Runden Tisch „Handel geht online“ formuliert.

Die Ratinger FDP-Vorsitzende Dr. Tina Pannes möchte auch dieses Digital-Thema mit einer optimistischen Grundhaltung angehen: „Der enorme und wachsende Konkurrenzdruck durch den Online-Handel ist ein Fakt und stellt den stationären Einzelhandel vor große Herausforderungen. Es bringt aber nichts, diese Entwicklung zu beklagen – wir müssen schauen, dass der Ratinger Handel ebenfalls die digitale Welt erobert und die Chancen nutzt, die darin liegen.“ Der FDP gehe es in einem ersten Schritt darum, im Gespräch mit den Einzelhändlerinnen und Einzelhändlern zu erfahren, welche Vorstellungen dort bestehen.

Am Runden Tisch soll es vor allem um zwei Fragen gehen: Warum wird das Angebot der App „Ratingen APPsolut“ von den Ratinger Geschäften so spärlich angenommen und welches Potential könnte eine Online-Plattform für den Ratinger Handel haben? Die Ratingen App sei ein begrüßenswerter Schritt der Ratingen Marketing GmbH gewesen, so Hannelore Hanning, Vorsitzende der FDP-Ratsfraktion. Man wolle nun mit den Ratinger Einzelhändlerinnen und Einzelhändlern erörtern, welche Verbesserungsmöglichkeiten es bei dieser App gibt. Und auch das Thema Online-Plattform soll besprochen werden: „Andere Kommunen gehen bei der Zusammenführung von stationärer und digitaler Handelswelt bereits neue Wege und bieten Online-Plattformen an, auf denen sich lokale Händler präsentieren, direkt Waren verkaufen oder Bestellungen entgegennehmen können, die dann vor Ort abgeholt werden. Aktuell geht zum Beispiel Velbert den Weg und entwickelt in Kooperation mit Internet- und Medienunternehmen ein Online-Handel-Portal. Vielleicht ist das auch ein Weg für Ratingen?“ Es sei zu prüfen, welches Potential für ein solches oder ähnliches Projekt besteht, welche Wünsche die Händlerinnen und Händler an eine solche Plattform stellen würden und wie die Stadt konkret unterstützen könnte.

Das Ganze sei auch im größeren Zusammenhang der Vision einer „Smart City“ zu sehen, so die FDP-Vorsitzende Pannes abschließend: „Die Ratingen App könnte einmal als Ausgangspunkt eines ‘smarten’Ratingens fungieren. Eine Übersicht über Geschäfte, die kreativ für sich werben, ist da nur ein erster, aber wichtiger Schritt. Daneben sollten wir das generelle Potential digitaler Lösungen nicht aus den Augen verlieren. Parkplätze suchen, Angebote erst auf Werbetafeln vor Ort sehen, Geschenkgutscheine in Scheckkartenformat kaufen, ÖPNV-Verbindungen mühevoll zusammensuchen, Ladestationen für E-Autos und -Bikes aufspüren, mit Kleingeld hantieren – das alles wird uns bald nicht mehr ärgern. Warum sollten wir das nicht alles über eine zukünftige Ratingen App steuern?“ Für die Freien Demokraten bleibe das Ziel für ein digitales Ratingen bestehen: „Wir wollen nicht nur schauen, was bei der Digitalisierung möglich ist. Wir wollen das, was möglich ist, auch in Ratingen haben.“