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''Wir müssen schlagkräftiger werden''
FDP-Generalsekretär Patrick Döring will die Partei fit für die Auseinandersetzung mit dem politischen Gegner machen. "Wir müssen wieder schlagkräftiger werden", unterstrich er im Gespräch mit der ''Passauer Neuen Presse" . Nach Abschluss der Mitgliederbefragung blickt Döring mit Zuversicht auf die kommende Abstimmung über den ESM im Bundestag. Euro-Bonds blieben hingegen die "rote Linie" für die Liberalen.
In der Mitgliederbefragung hat sich die Parteibasis hinter den Kurs der FDP in der Europapolitik gestellt. Nach dem Willen von Generalsekretär Döring müsse es nun darum gehen, "die Gräben wieder zuzuschütten", die sich im Zuge der inhaltlichen Auseinandersetzung zwischen Befürwortern und Kritikern des ESM aufgetan hatten. Er sei davon überzeugt, "dass die 8.800 Mitglieder, die für den Antrag von Frank Schäffler gestimmt haben, auch in Zukunft in der FDP heimisch fühlen", betonte Döring im PNP-Interview.
ESM-Abstimmung: Die Liberalen werden stehen
Wenn im kommenden Jahr über den Euro-Rettungsschirm im Bundestag abgestimmt wird, geht Döring von einer breiten Zustimmung seiner Fraktion aus: "Die FDP wird bei dieser Abstimmung stehen." Einen fortgesetzten Aufkauf von Staatsanleihen durch die EZB sowie eine gemeinsame Schuldenhaftung werde es dagegen mit den Liberalen nicht geben.
Döring über Döring: "Leidenschaftlicher Politik-Handwerker"
Nachdem der Prozess der Meinungsbildung innerhalb der Partei abgeschlossen ist, müsse die FDP ihre "gesamte Schlagkraft wieder auf den politischen Gegner" richten, sagte Döring im Gespräch mit der "Leipziger Volkszeitung". In seiner neuen Funktion will er für die nötige Geschlossenheit sorgen. "Die liberale Partei war immer dann besonders stark, wenn wir alle gemeinsam unsere Werte und unsere Positionen vertreten haben", erklärte der Generalsekretär. Dazu sei es auch notwendig, die FDP-Zentrale "kampagnenfähig" zu machen.
Als Generalsekretär könne er stärker in die Offensive gehen, als das den liberalen Regierungsmitgliedern möglich ist. Von seinem Vorgänger Christian Lindner unterscheide er sich im Stil, so Döring, der sich selbst als "leidenschaftlicher Politikhandwerker" beschreibt.
In der Mitte ist Platz: Mit liberaler Politik neu punkten
Die FDP soll sich nach dem Willen ihres neuen Generalsekretärs wieder stärker als "Hüter und Erneuerer der sozialen Marktwirtschaft" positionieren, erklärte Döring in der "Welt am Sonntag". Dazu gehört für ihn auch die Präsenz der Liberalen in der schwarz-gelben Koalition. "Uns ist es in dieser schwierigen Zeit nicht immer gelungen, den blaugelben Faden in den Entscheidungen der Bundesregierung sichtbar zu machen" räumte er in der "LVZ" ein.
Den Herausforderungen von Internet, Sicherheit und Globalisierung müsse mit zeitgemäßer Politik in einem liberalen Werterahmen begegnet werden. Auch das wichtige Thema Bürgerrechte würden die Liberalen keiner anderern Partei hinterlassen. Hinzu komme, dass der Linksruck von SPD und Grünen "mehr Raum in der Mitte" für die FDP eröffnet habe, erklärte Döring in der "WamS". Daher sei jetzt der richtige Zeitpunkt, um "mit liberaler Politik neu zu punkten".

