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Gabriele Molitor in Elsa-Brandström-Schule
Inklusion - neue Herausforderung für den Schulalltag! Wie sieht die Praxis aus? Chance oder Risiko für die Betroffenen?
Ein Thema, das auch die Abgeordneten in Berlin herausfordert. Gabriele Molitor, MdB und u.a. Mitglied des Ausschusses für Soziales hat sich sehr intensiv mit der Problematik bisher auseinandergesetzt.
Der Einladung von Hannelore Hanning, Fraktionsvorsitzende der FDP Ratingen und Vorsitzende der Liberalen Frauen des Bezirksverbandes Düsseldorf zur Teilnahme an einem integrativen Unterricht mit anschließender Diskussion in der Elsa-Brandström-Hauptschule in Ratingen unter der Leitung von Gerlinde Unger, Schulleiterin, ist sie daher sehr gerne gefolgt.
Sie informierte sich am Freitagvormittag, d. 16.09.2011, über die praktische Umsetzung der Inklusion, der Chance, die für alle Beteiligten daraus erwachsen und über die immensen neuen Herausforderungen, die auf die Schule und das betroffene Kollegium zukommen werden.
Zur Bewältigung der verantwortungsvollen Aufgabe, Schülerinnen und Schüler mit besonderem Förderbedarf in den allgemeinen Schulalltag zu integrieren, bedarf es der Unterstützung aller am gesellschaftlichen Prozess beteiligter Personen. Niemand darf hier allein gelassen werden, Ressourcen müssen neu bedacht und gezielt eingebracht werden.
Die Schulleiterin, Frau Unger vermochte es, spannend und engagiert die besonderen Anliegen der Schule bei der Umsetzung des Konzeptes, vorzubringen und notwendige organisatorische Maßnahmen zu benennen, damit die gelebte Inklusion ein Erfolg werden kann.
Wertvolle Hinweise aus der Praxis, wie...
a) Unterstützung durch ein angemessenes Startkapital zur Finanzierung der Umsetzung der Inklusion
b) genügend Fachpersonal und Verbesserung der Arbeitsbedingungen der Lehrkräfte in der Schule
c) ausreichende Raumausstattung, vor allen Dingen Gruppenräume zur Durchführung der Differenzierung
d) Unterstützung bei der Anschaffung notwendiger Unterrichtsmaterialien und Arbeitsgeräte für die Schülerinnen und Schüler (Laptops)
e) kleine Lerngruppen und Anwendung des Teamteaching-Verfahrens in allen Unterrichtsstunden
...konnte Frau Molitor durch die rege Diskussion nach dem Unterricht aufnehmen und freute sich, dass die Anregungen ihre weitere Arbeit positiv beeinflussen werden.
Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Diskussion vor Ort dankten Frau Molitor, MdB und Frau Unger für den überaus regen Gedankenaustausch und hoffen nun, dass durch die praxisnahen Erfahrungen weitere Impulse hinsichtlich auch der politischen Bearbeitung und einer angemessenen Umsetzbarkeit des gemeinsamen Unterrichts im Sinne der Inklusion gegeben werden konnten.
Fazit des Einblicks in die Praxis:
- Für das Gelingen der Inklusion sind zusätzliche personelle und sächliche Voraussetzungen unabdingbar.
- Inklusion kann und darf für den Bildungsbereich kein Sparkonzept sein.
- Sonderförderungen für besondere Fälle eines Handicaps müssen daneben jedoch erhalten bleiben.
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Photo oben: Gerlinde Unger (Schulleiterin), Gabriele Molitor (MdB), Frau Randhartinger, Hannelore Hanning, Frau Sloot und Frau Mitze (v.l.)

