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Beschäftigungsaufschwung setzt sich im Frühsommer fort

Auch in diesem Monat gibt es positive Nachrichten von der Bundesagentur für Arbeit.

Die gute Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt hat sich fortgesetzt. Die Zahl der arbeitslosen Menschen ist einzig aus jahreszeitlichen Gründen leicht gestiegen. "Wir sind auf gutem Weg in die Vollbeschäftigung", kommentierte Wirtschaftsminister Philipp Rösler die Zahlen. Er warnte zugleich davor, dass der Fachkräftebedarf zu dauerhaften Engpässen führen könne.

Der Vizekanzler wertete die Nachrichten vom Arbeitsmarkt als "weiterhin erfreulich positiv". Die Beschäftigung werde mit "bemerkenswerter Beharrlichkeit" weiter aufgebaut und die Arbeitslosigkeit sinke entsprechend weiter. "Insbesondere innerhalb der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung verzeichnen wir erneut einen kräftigen Stellenaufbau", freute sich Rösler. Er lobte zudem die große Einstellungsbereitschaft der Unternehmen. "Damit setzen sich die positiven Entwicklungen der Vormonate gleichmäßig fort."

Der positive Trend wird auch bestätigt von den Strukturdaten im Handwerk, die das Statistische Bundesamt ebenfalls veröffentlicht hat. Diese Zahlen zeigen, dass der breite Aufschwung vorwiegend von mittelständischen Unternehmen geprägt wird. "Es bewahrheitet sich einmal mehr, dass unser leistungsfähiger Mittelstand das Rückgrat des Arbeitsmarkts bildet", so Rösler.

Fachkräftemangel darf nicht zu Engpässen führen


Auf dem Pfad in die Vollbeschäftigung seien aber noch weitere Anstrengungen notwendig: "So darf beispielsweise der Fachkräftebedarf, der sich auch auf davon indirekt abhängige Beschäftigungsverhältnisse auswirkt, nicht zu dauerhaften Engpässen führen."

Der FDP-Bildungspolitiker Heiner Kamp sieht das ähnlich. Er sagte gegenüber der „Welt": "Wir müssen aufpassen, dass fehlende Fachkräfte nicht zur Aufschwungbremse in Deutschland werden." Eine logische Antwort auf Talentverknappung sei die erfolgreiche Einstiegsqualifizierung. Der Bewerbermangel sei eine Chance für "oft nur vermeintlich Leistungsschwache".

Hintergrund

Der Aufwärtstrend am deutschen Arbeitsmarkt hat zwar eine Sommerpause eingelegt. Im Juli stieg die Zahl der Arbeitslosen auf rund 2,94 Millionen, teilte die Bundesagentur für Arbeit am Donnerstag in Nürnberg mit. Das seien 46.000 mehr als im Juni, aber 247.000 weniger als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote stieg von 6,9 auf 7,0 Prozent.

Für den Vorstand der Bundesagentur, Heinrich Alt, sind die Zahlen kein Grund zur Sorge: "Die gute Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt hat sich auch im Juli fortgesetzt. Die Zahl der arbeitslosen Menschen ist einzig aus jahreszeitlichen Gründen leicht gestiegen. Die Erwerbstätigkeit und die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung wachsen weiter und die Nachfrage nach Arbeitskräften ist nach wie vor hoch."

Wie das Statistische Bundesamt weiter meldete, waren im Juni 2011 rund 41,0 Millionen Personen mit Arbeitsort in Deutschland (Inlandskonzept) erwerbstätig. Das waren 476.000 Personen oder 1,2 Prozent mehr als im Juni 2010. MEHR ZUM THEMA:

Freitag, 2011-07-29 20:19 Alter: 298 Days