Der Bundestag brachte im Juli 2010 die Regelung auf den Weg, in dem er einen Antrag (17/1574) der Koalitionsfraktionen auf Beschlussempfehlung des Verkehrsausschusses (17/2456) annahm. Die Bundesregierung hat somit die Aufgabe, die Anträge umzusetzen.
Danach sollen Jugendliche künftig schon mit 15 Jahren den Führerschein für Mopeds, Quads und vierrädrige Leichtkraftfahrzeuge mit einer Höchstgeschwindigkeit von 45 Stundenkilometern erwerben können. Vor Erwerb des Mopedführerscheins sollen die Jugendlichen von professionellen Fahrlehrern 18 Stunden Theorie- und 3 Stunden Praxisunterricht erhalten, sagte Luksic, der Mitglied im Verkehrsausschuss ist.
Damit werde die Mobilität junger Menschen und die Verkehrssicherheit erhöht, begründete der verkehrspolitische Sprecher der FDP-Fraktion, Patrick Döring, das Vorhaben. "Das Problem sind nicht Alter oder Geschwindigkeit, sondern das Niveau der Ausbildung", so Döring. Denn bisher benötigten Jugendliche nur eine 90-minütige praktische Einweisung für einen Mofa-Führerschein. Es gibt weder eine theoretische noch praktische Ausbildung. "Die mangelhafte Ausbildung hat schwere Folgen: Hauptursache für Unfälle von jugendlichen Fahranfängern sind einfache Verhaltensfehler, wie etwa missachtete Vorfahrtsregeln, falsch eingeschätzte Abbiege- oder Wendemanöver. Dagegen hilft eine umfangreichere und bessere Ausbildung, wie wir sie jetzt einführen", sagte Döring. Auch soll im praktischen Ausbildungsteil besonderer Wert auf die unterschiedlichen Extremsituationen gelegt werden – wie etwa dem plötzlichen Ausweichen eines Hindernisses oder der gezielten Vollbremsung aus 40 km/h. "Das ist eine klare Verbesserung auch im Hinblick für die Verkehrssicherheit von Fahranfängern."
