tichwort Ärztemangel: Dem Gesetz zur Bekämpfung des Ärztemangels auf dem Land scheint nichts mehr im Wege zu stehen. Gesundheits- und Finanzministerium haben sich über den Entwurf zum Gesetz verständigt, das die medizinische Versorgung auf dem Land verbessern soll. Gesundheitsminister Bahr meint: "Wenn wir nichts gegen den drohenden Ärztemangel tun, wird uns das am Ende mehr kosten."
Ärztemangel: gezielte Anreize setzen
Im Interview mit der "Sächsischen Zeitung" unterstrich der Liberale: "Wir geben den jungen Medizinern jetzt eine verlässliche Perspektive. Wenn sie in die Fläche gehen, können sie sich darauf verlassen, dass es eine leistungsgerechte Vergütung gibt." Die Anreizprogramme würden den Bundeshaushalt nicht belasten. "Im Gegenteil: Unterversorgung führt zu mehr Rettungsfahrten und Krankenhauseinweisungen, die mehr Geld kosten als unsere Anreize."
Pflegereform: Wir müssen jetzt vorsorgen
Stichwort Pflegereform: Noch in diesem Sommer will Bahr die Eckpunkte für eine Pflegereform vorstellen. Im Frühjahr 2012 werde diese dann in Kraft treten. "Wir werden ein gutes und ausgewogenes Reformkonzept vorlegen", ist Bahr überzeugt. Ihm geht es darum, eine gute und nachhaltige Lösung für die pflegebedürftigen Menschen und ihre Angehörigen vorzulegen. Um den demografischen Wandel aufzufangen, "müssen wir in der Pflege anders" vorsorgen, so der Minister. Die Alterung werde zu einer höheren Nachfrage nach Pflegeleistungen führen. Das gehe nicht zum Nulltarif. "Wir müssen jetzt vorsorgen, damit die Menschen so lange wie möglich zu Hause bleiben können."
Kosten für Kranken- und Pflegeversicherung
Mit Blick auf die Kosten für Kranken- und Pflegeversicherung dämpfte Bahr die Erwartungen, dass es Spielräume für Senkungen geben könne: "Die demografische Entwicklung kann keine Partei wegreformieren. Eine Partei, die behauptet, Gesundheit wird in den nächsten Jahrzehnten billiger, die verkennt die Realität. Wir müssen die Lasten fair verteilen. Und wir müssen vor allem etwas tun, um Kosten zu vermeiden."
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Bahr: Der Gesundheitsminister achtet auf die Kosten
Die demografische Entwicklung kann keine Partei wegreformieren.
"Die demografische Entwicklung kann keine Partei wegreformieren." So lautet eine der klaren Aussagen von Gesundheitsminister Daniel Bahr im Interview mit der "Sächsischen Zeitung". Darin bezieht der Liberale Stellung zu Ärztemangel, Pflegereform und die Kosten für Kranken- und Pflegeversicherung. Er sagt: "Für mich zählt das Ergebnis." Herr Schäuble habe erkannt, "dass schon der Gesundheitsminister auf die Kosten achtet."
Donnerstag, 2011-07-28 15:22 Alter: 299 Days

