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Rösler bedauert Rücktritt - Nachfolger: Döring

FDP-Parteichef Philipp Rösler hat den Rücktritt seines Generalsekretär Christian Lindner "außerordentlich bedauert". Rösler dankte Lindner für seine "hervorragende Arbeit", mit der dieser sich "große Verdienste um die Partei" erworben habe. Er habe die FDP mit seiner Arbeit am Grundsatzprogramm inhaltlich nach vorne gebracht. Am Abend stellte er den Nachfolger Lindners vor: Patrick Döring.

Rösler rief seine Partei auf, die Krise hinter sich zu lassen. "Jetzt werden wir als Präsidium und als FDP insgesamt nach vorne schauen", sagte er.

Die FDP werde geschlossen in das Jahr 2012 gehen, sagte Rösler. Jetzt gehe es darum, "zügig eine Entscheidung für die Nachfolge" zu treffen. Und das tat Rösler noch im Laufe des Nachmittages. Am Abend schlug er den bisherigen Bundesschatzmeister Patrick Döring als Nachfolger Lindners vor. Der 38-jährige, studierte Wirtschaftswissenschaftler Döring ist auch stellvertretender Fraktionsvorsitzender der FDP und stammt aus dem gleichen Landesverband wie Rösler.

Rösler bezeichnete den Niedersachsen als "tief verwurzelt in der Basis." Döring selber sagte, er fühle sich "sehr geehrt" und er lasse sich "sehr gerne in die Pflicht nehmen". Er werde die neue Aufgabe mit "großem Ernst und großem Ehrgeiz" angehen.

Über die Personalie wird am Freitag in den Parteigremien beraten werden. Das Parteipräsidium kommt dann zu Beratungen über das Ergebnis des Mitgliederentscheids zum geplanten dauerhaften Euro-Rettungsschirm ESM zusammen.

FDP wird zu alter Stärke zurückfinden


Im Interview mit der "Passauer Neuen Presse" hatte Rösler schon zuvor deutlich gemacht, dass die FDP schon jetzt mit kontinuierlicher, solider Regierungsarbeit "liefert": Euro-Stabilität, gesteuerte Zuwanderung, Abzugsperspektive aus Afghanistan, Bekämpfung der kalten Progression, Wahrung der Bürgerrechte, Reform der Entwicklungshilfe oder Fortschritte bei der Pflege. "Wenn wir einstehen für liberale Grundwerte und Geschlossenheit zeigen, gewinnen wir wieder an Attraktivität."

Mit Blick auf den Mitgliederentscheid, der diese Woche zu Ende ging, sagte Rösler: "Wir werden das Ergebnis des Mitgliederentscheids gründlich analysieren. Dann bereiten wir uns auf das Dreikönigstreffen in Stuttgart vor." Von dort müsse ein starkes Signal ausgehen, dass die FDP gebraucht werde. "Dazu wird das ganze Team unter meiner Führung seinen Beitrag erbringen." Und die Landtagswahl in Schleswig-Holstein werde eine wichtige Wegmarke. "Ich bin sicher: 2012 wird die FDP wieder zu alter Stärke zurückfinden." MEHR ZUM THEMA:

Mittwoch, 2011-12-14 20:36 Alter: 160 Days