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Bürgerstammtisch zum Brückenbau erfolgreich

Die Beseitigung der beiden verbliebenen Bahnübergänge in Lintorf erregt weiterhin die Gemüter. Am Konrad-Adenauer-Platz sind nach Ansicht der Bürger die Zufahrten zum Tunnel zu steil, an der Tiefenbroicher Straße sind es die Auffahrten zur Brücke. Die Sorgen der Bewohner in der Tiefenbroicher Siedlung hörte sich am Mittwochabend die FDP bei einem Bürgerstammtisch im “Grünen Winkel” an. Die gut 20 Teilnehmer äußerten ihre Bedenken unverblümt.

Jürgen Stuers, FDP-Ratsmitglied aus Lintorf, begrüßte die überwiegend älteren Teilnehmer. Er erklärte, dass das Treffen dazu diene, die Meinungen der betroffenen Bürger zu hören. “Als Vertreter im Rat wollen wir dort Ihre Anliegen vortragen”, so Stuers. “Dafür müssen wir sie aber auch kennen.”

Größte Sorge der Bewohner “jenseits” der Bahn ist, dass die Auffahrten zur Brücke viel zu steil sind für Fußgänger und Radfahrer. “Das ist eine Brücke nur für Autofahrer”, ist Heinz Wassenberg überzeugt. Er plädiert wie die meisten anderen für den Bau einer kleinen Unterführung für Fußgänger und Radfahrer.

Weil die Rampen so steil sind, wird aber auch befürchtet, dass Kinder mit ihren Rädern dort viel zu schnell hinunter fahren. “Am Ende können sie dann nicht bremsen und rasen auf die Straße”, sorgt sich einer der Teilnehmer um die jüngeren künftigen Nutzer der Brücke.

“Wir werden bei der Stadt beantragen, dass in der Mitte der Auffahrten ein zusätzliches Drängelgitter aufgestellt wird”, versprach Werner Uferkamp, der selbst viele Jahre für die FDP im Rat gewesen war. Dadurch könne die Geschwindigkeit der Radfahrer reduziert werden.

In Höhe der Radwegrampe auf der Seite zum Dorf wollen die Freien Demokraten eine zusätziche Querungshilfe anregen, so Stuers. Gerade die Schulkinder würden kaum bis zur Ampel am Weiher laufen. “Das gibt schnell gefährliche Situationen”, ist sich Stuers sicher. Aus dem gleichen Grund wollen die Freien Demokraten nach Schließung des Bahnüberganges einen möglichst langen Zaun aufstellen lassen. “Sonst laufen die Kinder doch so über die Gleise”, sagt Uferkamp.

Auch der Lärm beschäftigt die Bewohner. Die Züge werden künftig – ohne Bahnübergang – vermutlich schneller fahren können. Das wird vor allem die Anwohner der Herderstraße erheblich stärker belasten. “Hier muss für zusätzlichen Lärmschutz gesorgt werden”, betont Stuers.

Obwohl die vier FDP-Vertreter nichts versprachen, neben Stuers und Uferkamp waren auch das Breitscheider Ratsmitglied Christian Lang und der sachkundige Bürger Marcus Bohn bei dem Treffen, waren die Lintorfer doch zufrieden. “Man interessiert sich für unsere Sorgen”, fasste ein Anwohner die Diskussion zusammen.

Freitag, 2011-05-06 21:40 Alter: 1 Years