Mitmachen

Wer die Parteiarbeit reformieren will, muss da anfangen, wo's anfängt: beim Eintritt in die Partei. Seien Sie dabei und unterstützen Sie die liberale Sache. Werden Sie Mitglied bei der FDP Ratingen! Infos  >>

OGATA/OGS - ein Erfolgsmodell ?

Von der Notwendigkeit zum Erfolg!

Eva Müskens mit Hannelore Hanning

07.07.2011 Diese Ergänzung des Themas wählte Frau Eva Müskens, Schulleiterin der Anne-Frank-Schule, in ihrem Impulsreferat auf dem Diskussionsforum der FDP Ratingen zu dem Thema ‘OGATA/OGS - ein Erfolgsmodell?‘, um damit die wichtige pädagogische Rolle der OGATA/OGS im heutigen Schulleben zu unterstreichen.

Kurz, prägnant und spannend stellte Frau Müskens vor, wie in diesem Rahmen eine qualitative Arbeit auf hohem Niveau geleistet werden kann.

Folgende Schwerpunkte für eine pädagogisch sinnvolle und qualitativ bedeutungsvolle Arbeit für die Kinder und mit den Kindern in der OGATA/OGS ließen sich am Ende der Diskussion feststellen:

  1. Verantwortung der Schule für das Funktionieren der OGATA/OGS! (Durch das höchste Beschlussorgan der Schule – der Schulkonferenz – zu unterstreichen!)
  2. Anspruch: Von der Verlässlichkeit zum Kind!
  3. Ohne Konzept kein Ganztag (Jede Schule muss ihr Konzept, bezogen auf den eigenen Standort, entwickeln!)
  4. Einheitliches Regelwerk für alle Beteiligten am Ganztag!
  5. Enge Verzahnung von Schule, Kooperationspartner und Eltern ist unerlässlich.
  6. Hoher Anteil pädagogisch ausgebildeter Fachkräfte
  7. Einsatz der Lehrerinnen und Lehrer auch nachmittags im Bereich der Arbeits- und Lernzeiten mit dem Anspruch der individuellen passgenauen Förderung.
  8. Keine Hausaufgaben, dafür Arbeits- und Lernzeiten
  9. Kleingruppen und keine verschulten Situationen

Die Frage des Moderators, Ludolf Schulte, worin sie die Chancen dieses Erfolgsmodells für die Zukunft sehen könnte, beantwortete Frau Müskens mit dem Hinweis auf die enge Verzahnung der pädagogischen Arbeit des Vormittags mit dem Nachmittag und dass das Kind in der Förderung, auch der Erstförderung (Migrantenkinder) im Mittelpunkt stünde. Somit könnten Schulfreude, Lernfreude, geweckt, kognitive Fähigkeiten und Sprache gefördert sowie die Arbeit an Projekten und an Erziehungsprogrammen angeregt werden. Herr Bischoff, Schulleiter von der Erich-Kästner-Schule, bestätigte dies.

Sehr kritisch wurde dann im Verlauf der Diskussion aber auch gesehen, dass die Qualität insgesamt in Ratingen in den OGATAs/OGS nachzulassen beginnt, ja dass die Qualität auf der Strecke zu bleiben droht.

Grund hierfür wurde gesehen

  • in der mangelnden Kommunikation der beteiligten Partner an diesem Modell
  • an fehlender Verzahnung OGATA/OGS – Schule
  • am Aussetzen der Durchführung AG – Schulleitung, Kooperationspartner, päd. Kräfte, externe Mitarbeiter
  • an fehlender kritischer Evaluation innerhalb der Schule (Wunsch mindestens alle 5 Jahre!!)
  • am ,Machtanspruch‘ der Kooperationspartner gegenüber der Schule

Die Sorge, der FDP, die zu der Durchführung dieser Veranstaltung führte, dass die Qualität der OGATA/OGS nicht in jedem Bereich flächendeckend in Ratingen gewährleistet ist, hat sich bestätigt.

Fazit:

Qualitätsstandards müssen eingehalten werden und sind an einigen Schnittstellen verbesserungswürdig!!

Eine kompetente und fachlich versierte Fachberatung zur Unterstützung und Hilfestellung bei der jeweiligen Evaluation vor Ort, analog der Fachberatung im Jugendamt für die Kitas, hält die FDP nach dieser Sachlage für erforderlich und dringend geboten, um einige Schieflagen noch rechtzeitig geraderücken zu können, bevor auch die pädagogische Profilbildung ausgedünnt wird.

Die FDP Fraktion wird zur Haushaltsberatung 2012 hierzu einen entsprechenden Antrag einbringen.

Donnerstag, 2011-07-07 21:43 Alter: 320 Days