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FDP kritisiert neue Schulform
Als eine "Bedrohung für das vielfältige, gegliederte Schulwesen in Nordrhein-Westfalen" haben der Vorsitzende der FDP-NRW, Daniel Bahr, und der Chef der FDP-Landtagsfraktion, Gerhard Papke, die Einigung von Landesregierung und CDU auf einen Schulkonsens bezeichnet. Auch die "Sekundarschule" bleibe beim rot-grünen Modell einer vollintegrativen Schule, die zumindest in den Klassen 5 und 6 Gymnasiasten und Hauptschüler gemeinsam unterrichtet, so Bahr und Papke.
Bahr und Papke führen aus: "Die Sekundarschule soll sowohl auf die berufliche Ausbildung, als auch auf die Hochschulreife vorbereiten. Deshalb soll nach gymnasialen Standards unterrichtet werden. Das FDP-Modell einer Regionalen Mittelschule konzentriert sich hingegen auf die berufsorientierte Bildung, neben den Gymnasien als eigenständiger Säule. Diese Eigenständigkeit der Gymnasien wird durch die neue Standardkombination von Sekundarschule und neuen Gesamtschulen massiv bedroht.
Denn der Verzicht auf eine eigene Oberstufe der Sekundarschule wird durch deutlich gesenkte Errichtungshürden für neue Gesamtschulen ersetzt. Aus vierzügigen Sekundarschulen werden in Zukunft zwangsläufig Gesamtschulen mit eigener Oberstufe. Sekundarschule und Gesamtschule werden gemeinsam durch kleinere Klassen und Ganztagsbetrieb gegenüber anderen weiterführenden Schulen privilegiert. Somit werden wettbewerbsfähige Realschulen und Gymnasien in Nordrhein-Westfalen in Zukunft strukturell ausgetrocknet.“
